BIOLAND SCHUSTER

FROHE WEIHNACHTEN UND A HAPPY NEW YEAR

Hab mich schon lang nicht mehr gemeldet. Immer Arbeit und so vergeht einen auch a bisserl die Lust an allem. The same procedere as every year. Ich hatte viel zu tun mit Allerheiligen und Kranzbinderei. Kräuter haben wir schon etliche geteilt fürs nächste Jahr und auch viele Stecklinge gemacht. Alles was erfriert ist auch schon längst in der Vermehrung, die momentan frostfrei bei ca 4/5° gehalten wird. Da sind auch unsere Stecklinge drin. Der Rest steht kalt im Folienblock oder Stauden stehen auch ganz draussen vor und hinter der Gärtnerei. Die Beete haben wir neulich noch saubergemacht und fortgefahren, da die Zinnien, Sonnenblumen und Melden so feste Stiele machen, dass das zu lange zum Kompostieren braucht. Eine Seite im Haus haben wir noch Mitte November die Tomaten abgeerntet. Die grünen Tomaten kommen altmodisch unter Zeitung mit einem Apfel zum Rotwerden. Ich habe 5 Kisten von meiner italienischen Fleischtomate runter und die sind ziemlich alle rotgeworden. Ich hab nochmal 12 Gläser Tomaten eingekocht zu den glaub ich 27. Die ganz kleinen Tomaten müssen zumindest einen Rotansatz haben um nachzureifen. Datteln sind besser als Runde. Aber je größer umso eher werden sie noch rot. Die Chili haben wir auch abgeerntet, überall die Samen raus und eingekocht. Das ganze Haus brennt immer, wenn die Samen trocknen bzw eingekocht werden. Die Vermehrung haben wir noch mit Vlies abgehängt, damit es wärmer bleibt. Ach ja und meinen übriggebliebenen Winterkopfsalat und Winterportulak und Petersilientöpfe habe ich noch ins Beet, wo vorher die Paprika standen und in Tomatentöpfe gepflanzt. Wenn die Sonne scheint wächst das a bisserl und man kann auch im Winter was ernten. Jetzt ist eine kleine Ruhezeit und Anfang Januar werden dann schon Bestellungen für den Jahresverlauf gemacht. Ab Ende Januar/Anfang Februar gehts wieder los mit der aktiven Arbeit. Wegfahren ist ja heuer nicht wegen Corona.
Zur Lage der Nation möchte ich manchmal weinen. Die Jugend hat sich bei der Wahl ja nicht nur für Grün sondern auch für Liberal entschieden. Folglich bleibt eine gewisse Umverteilung, die den ganz Reichen bestimmt nicht geschadet hätte, aus. Wie der ganze Behördenapparat schneller, digitaler, ökologischer und wirtschaftlicher wird? Warten wirs ab, denn die Leute in den Behörden sitzen noch. Da müsste ein Leistungs- und auch ein Verursacherprinzip eingeführt werden. Scholz und auch Frau Baerbock sind äußerst vorsichtig in ihrer Wortwahl, damit sie nur ja nicht angreifbar werden. Die Hatz auf Politiker im Allgemeinen und Besonderen ist nicht mehr schön und auch oft nicht gerechtfertigt. Erst mal besser machen. Und so wie es in der Bevölkerung Gute, Böse, Fleißige, Faule, Ehrliche und Unehrliche etc gibt so verhält es sich auch bei Politiker/innen. Ein Auschnitt des Volkes. Und nun noch Corona. Man sollte gewiss manches abwägen, auch manche Maßnahme nach der Sinnhaftigkeit hinterfragen, ABER für mich führt der Weg aus diesem “ Jedes Jahr grüßt das Coronamurmeltier“ nur übers Impfen. Wir haben viele Krankheiten, wo vor 100 oder auch weniger Jahren Menschen starben, ausgerottet durch Impfungen. Über die Pocken und Kinderlähmungsimpfung ist, als ich jung war, gar nicht debattiert worden. An Kinderlähmung sind in den 50igern noch viele Menschen verstorben und auch bei uns am Ort ist jemand, etwas älter als ich, der noch mit den Folgen der Kinderlähmung lebt. Sinnvoll wäre eine weltweite Impfpflicht von der WHO angeordnet, da die Welt miteinander wirtschaftlich, touristisch und auch familiär verbunden ist. Es nützt nichts, die westliche Welt zu impfen und Asien und Afrika sich selbst zu überlassen. Wie man ja an Omikron aus Südafrika bemerken kann. Die reicheren Staaten und auch die großen Unternehmen ab einem bestimmten Umsatz müssten dazu verordnet werden sich finanziell an der Impfkampagne zu beteiligen. Denn von dem weltweiten Austausch profitieren ja hauptsächlich die Firmen, die international vernetzt und überall Wirtschaftstandorte haben. Wie sich wirklich etwas ändert, wir wissen es noch nicht ganz genau. Auf alle Fälle Weiterleben und Spaß haben, halt mit etwas Vorsicht, nicht ganz so verkuschelt und nicht mit soviel Menschenmassen. Ob die Kultur wirklich immer gleich so zu gemacht wird, ist eine der Maßnahmen, die überprüft werden könnten. Denn Theater, Kino oder Kleinkunstbühnenbesucher mit Maske sind meist sehr kultiviert und toben nicht eng umschlungen und schreiend im Zuschauerraum herum. Denn wenn das so weitergeht, brauchen wir Jahre um eine freie, unabhängige Kulturszene wieder aufzubauen. Es kann nur besser werden, nicht alles auf die Goldwaage legen und heilige Zeit und Prosit. Carolin Schuster

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