GRÜNE LUST UND PATENTE

Grüße an alle Gärtner, es gab ja schon ein paar warme Wochenenden, die zur Gartenarbeit einluden. Bei uns gehts auch rund. Topfen, topfen, topfen. Dazwischen aussäen, Stecklinge machen und Markt herrichten. Da unsere Gärtnerei ja ziemlich klein ist, muss ich immer überlegen, was ist jetzt schon zu wenig und müssen wieder Stecklinge für den Nachschub gemacht werden. Ich kann nicht von jeder Sorte mal 200 Stück machen, da der Platz für die vielen Sorten gar nicht langt. Unsere Tomaten und unser Basilikum und Dill werden jeden Tag mit Vlies auf und zugedeckt, da wir ohne Heizung kultivieren. Die Vermehrung ist ziemlich ausgeräumt, da stehen die ersten Chili, Paprika, Gurken und Zuchini drin. Für die grüne Lust am kommenden Wochenende in Anwanden brauchts ja immer schon das Fruchtgemüse, obwohl es ja eigentlich zu kalt ist. Also wir sind wieder da, auch mit Kräutern, Erdbeeren, die letzten Hornveilchen und vielem mehr. Mein politischer Aufreger stand am 28.3 in der NN. „Hände weg vom Saatgut“. Das europäische Patentamt hat Patente auf herkömmlich gezüchtete Pflanzen und Tiere wie Melonen, Tomaten, Zwiebeln, Salat, Petersilie und Gänseblümchen erteilt. Es gibt politische Beschlüsse, die gegen diese Patente sind, aber das europäische Patentamt setzt sich darüber hinweg. Das kanns doch nicht sein. Da können wir die Politiker und Regierungen gleich abschaffen und alles der Industrie überlassen, so ganz offiziell und nicht nur hinterrücks über Lobbyismus. Und noch was, die Österreicher, die Regierung muss man ja nicht mögen, aber sie haben beschlossen die Internetfirmen zu besteuern. Frankreich ist, glaub ich, auch dabei. Nur unsere Regierung hat wieder mal keinen Arsch in der Hose. Die größten Milliadäre kann man ruhig besteuern, denen tuts nicht weh und schafft vielleicht etwas Gerechtigkeit. In diesem Sinne Gute Zeit und vielleicht in Anwanden.

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