SCHON TOMATEN UND UNSERE ZUKUNFT LIEGT IN DER JUGEND

 

Schöne Grüße an alle da draußen. Unser Haus wird immer voller. Die ganze Woche habe ich Tomaten , den ersten Satz, getopft. Die Sonntagsmärkte rücken schon bedrohlich nahe und da brauche ich ja schon die ersten Pflanzen. Wolfgangshof ist schon am 6/7. April, das ist schon sehr früh für Tomaten etc. Zuchini, Gurken, Kürbis habe ich auch schon ein paar ausgesät. Die Tomaten werden jeden Tag mit Vlies zugedeckt und aufgedeckt, weil wir zwar ein Haus haben, doch das ist unbeheizt. Jeden Morgen hatte es innendrin 0 Grad. Seit diesen Freitag sind wir auch wieder in Forchheim vor dem Denree, ehemals Köppls Biomarkt, mit unseren Pflanzen vertreten. Jetzt muss ich meine Vermehrung noch etwas ausräumen, damit da Chili und Paprika reinkönnen. Die nicht winterharten Kräuter und Geranien müssen jetzt in unser Kalthaus. Jedes Jahr dasselbe Spiel – haut das hin mit dem Wetter, langt der Platz, wie schlichtet man alles immer wieder um. Und Tomaten, Einjährige  -, winterharte Kräuter, Blumen, Erdbeeren und Stauden alle müssen in das Kalthaus bei derselben Temperatur.

Dann noch die Themen der Woche: Friday for Future und der Anschlag in Neuseeland. Also zum Freitag kann ich nur sagen, dass ich stolz bin auf die Jugendlichen. Dieser weltweite Aktionstag war schon beeindruckend. Wenn die Erwachsenen nichts zur Rettung unserer Erde beitragen, dann vielleicht die Jugend. Wenn bemängelt wird, dass sie die Schule schwänzen, möchte ich nur an die Fehlstunden unserer Kinder erinnern, wo genug Unterricht ausfiel, was auch keinen scherte. Und der Einwand , dass ja gerade die Jugendlichen so aufwändig und umweltunfreundlich lebten, gilt glaube ich, für diese jungen Leute nicht. Zu den Demos gehen mehrheitlich schon die Jungen, die davon überzeugt sind und auch selber etwas bei sich ändern. Jetzt haben sie auch prominente Unterstützung der Wissenschaftler, dass die Forderungen mehr als berechtigt sind. Wir Alten brauchen wieder mehr die Leidenschaft und  auch das Bedenkenlose einfach alles zu wollen ohne wenn und aber. Wenn ich in meiner Jugend alles von hinten und vorn und oben und unten durchdacht hätte, wäre ich heute nicht selbstständig. Ich hab  voller Optimismus und in ziemlicher Unkenntnis einfach angefangen voller Leidenschaft. Einfach, dass es funktioniert, weil ich es will. Nur so geht Zukunft. Auch mit Rückschlägen, aber ohne Anfang etwas zu tun, geht es nur rückwärts.

Zu Neuseeland, da fehlen mir die Worte über soviel Gewalt und das Grauen der weißen Herrenrasse. Die weiße Herrenrasse hat mit ihrem Kolonialismus und den Kriegen mehr Leid und Unterdrückung für die scheinbar niederen Völker gebracht als umgekehrt. Das Schlimmste an dem Anschlag war aber, dass Menschen das Video im Internet ansahen und dann teilten anstatt es zu löschen. Dieses unmoralische Verhalten so vieler Mensch ist ein weiterer  Sündenfall in der Menschengeschichte. Nicht nur die Politik, sondern auch jeder Einzelne von uns sollte sein eigenes Verhalten  hinterfragen. Man muss nicht alles fotografieren, blöde Filme ansehen und alles teilen. Wir sollten mehr Freundschaft, Liebe und Zugewandheit mit den Menschen teilen.  Carolin Schuster

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