DER ANFANG IST GEMACHT UND MEIN AUFREGER DER WOCHE

Also am Samstag wars soweit, wir starteten am Erlanger Wochenmarkt. Das Wetter war ja nicht so besonders und Faschingsferien sind auch nicht die beste Kaufmotivation. Aber wie die Franken sagen, hat scho bassd. Faschingsdienstag lassens wir auch nochmal bleiben, aber dann sind wir wieder regelmäßig Di, Do und Sa in Erlangen und Mo, Mi und Fr im Treibhaus. Diese Woche kamen die ersten einjährigen Kräuterjungpflanzen und Salatpflanzen von unserem Biolieferanten Natterer. Los gings mit Petersilie, Rucula und Schnittlauch und kommenden Montag kommen Koriander, Kerbel und Petersilie. Sie werden getopft und stehen gleich im unbeheizten Folienblock. Darum sind sie widerstandsfähig, weil sie schon das Klima gewöhnt sind. Wir bestellen immer so wie es die Kräuter jahreszeitmäßig kalt aushalten. Denn 1. haben wir nur 40m², die beheizbar sind und da müssen alle Aussaaten, Stecklinge und z.B.pikierte Chili rein und 2. halten die Pflanzen besser am Markt und auch bei den Käufern, die ja auch keine High-Tech Gewächshäuser haben. Wir haben ja auch kein Plastik um die Pflanzen, denn das passt nicht zu Bio und unsere Kräuter müssen auch nicht so groß sein, denn sie sind zum Weiterwachsen gedacht und nicht nur zum einmaligen Abschneiden. Und alle Pflanzen wachsen besser an , wenn sie klein und kompakt sind.

Nun also zum Aufreger: Die Verpackungsordnung. Jeder Produzent und Verkäufer muss sich jetzt registrieren lassen. Also auch wir, weil wir unsre Pflanzen in Töpfen in den Verkehr bringen. Alles schön und gut. Aber die Registrierungsstelle macht schon auf künstliche Intelligenz. Du kannst alles nur übers Internet machen. Du kannst niemanden anrufen und auch niemandem eine E-Mail schicken, die wird automatisch gelöscht. Die Regierungsbehörde oder wer auch immer das verbrochen hat, geht davon aus, dass alle Menschen total klasse mit dem Computer umgehen können. Und wenn ichs nicht kann, dann kann ich mich nicht selbstständig machen, denn ohne Registrierung und Vertrag mit einem Entsorger mache ich mich ja strafbar. Am Müll wird sich deswegen auch nichts ändern. Nicht an der Menge und auch nicht daran, dass soundso viel Plastik und Anderes in der Natur rumfliegt. Denn weiß ich, was mein Kunde mit dem Topf macht, wenn er die Pflanze herausgenommen hat. Aber ich bezahle ja für den Topf und das ist das Wichtigste. Da verdienen jetzt ein paar Leute noch mehr am Müll als vorher. Übrigends viele unserer Kunden bringen ihre Töpfe wieder zurück und so werden sie mehrmals verwendet. Doch das ist, glaube ich, laut Hygieneverordnung gar nicht erlaubt. Aber das wäre ein weiterer Aufreger. Also nicht wundern, sondern einfach mit dem gesunden Menschenverstand machen. Müll vermeiden ist die bessere Alternative zur Müllentsorgung. Darum immer Taschen mitnehmen beim Einkaufen, denn auch Papiertaschen sind in der Herstellung sehr energieaufwendig und oft nur einmal zuverwenden. Und überlegen, brauche ich wirklich alles, was angeboten wird. Gute Zeit Carolin Schuster

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